Weiter geht es mit dem 3. Teil des Tripreports nach Dubai & Singapur (vorangeganger Part: http://www.strforum.de/viewtopic.php?f=29&t=12865). Heute mit Chinatown, Lau Pa Sat, Little India, der Cathedral of St. Andrew und vom Spotten aus dem Changi Business Park.
Chinatown, das südlich des Singapore Rivers liegt, ist mit seinen engen, umtriebenen Gassen, den vielen Essens- & Einkaufsmöglichkeiten und den vielen fremden und exotischen Gerüchen auf alle Fälle einen Besuch wert. Man sollte genügend Zeit mitbringen und, wenn man der Hitze und den Menschenmassen entgehen möchte, den Besuch auf den Morgen legen.
Seinen Ursprung hat das ca. 2 km² große Chinatown bereits im 19. Jahrhundert. Es wird - trotz zwischenzeitlicher Abrisspläne - als kulturelles Erbe und Touristenmagnet von der Stadt weiterhin erhalten.







Chinatown und seine Umgebung fasziniert auch mit seinen noch erhaltenen, teilweise sehr alten - inzwischen farbenfrohen - Gebäuden (manche aus der Kolonialzeit) inmitten der umliegenden Hochhäuser.




Der Buddha Tooth Relic Tempel liegt auch im Herzen von Chinatown. Er wurde - anders als man beim ersten Anblick vermutet - erst im Jahre 2005 eröffnet. Der Tempel mit seinen zahlreiche Kunstreliquien aus der Zeit der Tang-Dynastie kann kostenlos besichtigt werden. Ob es sich - daher auch der Name des Tempels - bei der Zahn-Reliquie wirklich um einen Zahn Buddhas handelt, bleibt offen.


Direkt am "Eingang" zu Chinatown gelegen ist der Sri Mariamman Tempel, der als der älteste Hindu Tempel Singapurs gilt. Er wurde bereits 1827 errichtet und zählt mit zu den am häufigsten frequentierten Sehenswürdigkeiten Singapurs. Die Göttin Mariamman, welcher der Tempel gewidmet ist, wird nach der hinduistischen Lehre angebetet für Gesundheit, Wohlstand, Fruchtbarkeit und Regen.


Sehr interessant ist auch ein Besuch "unter Tage" in Chinatown. Hier findet man allerlei Lebensmittel, von Gemüse über Obst bis hin zu (zum Teil noch lebendem) Fisch und Fleisch. Wer dort allerdings auf eine Abkühlung hofft, wird leider enttäuscht. Es ist eher der Geruch eines Schlachthauses vermengt mit dem schwül-hitzigem Klima Singapurs, der einem beim Gang die Treppe nach unten entgegenschlägt.








Ihre Tage sind gezählt...






Die hygienischen Bedingungen sind - nennen wir es einmal - nicht den europäischen Standards entsprechend.



Das modernste an der Verkaufshalle sind die Lieferwägen, mit denen die Güter angeliefert werden.

Ein für Singapur typisches Bild bietet sich hier nahe Chinatown. Der Wohnraum für den Normalbürger und seine Familie ist knapp, die Mieten in den oft sehr kleinen Hochhauswohnungen sind sehr teuer, so dass kein Platz für das Trocknen der Wäsche bleibt und man sich hierfür eine andere Möglichkeit suchen muss. Die von den Stangen wehenden Wäschestücke werden manchmal auch als "Flaggen von Singapur" bezeichnet.

Auch Little India, ein weiteres ethnisches Viertel Singapurs, bietet einige interessante Eindrücke und ein Stückchen Indien inmitten Singapurs. Es liegt auf dem Gebiet eines ehemaligen Sumpflandes an und um die Serangoon Road. Der Besucheransturm ist dort - gefühlt - geringer als in Chinatown. Überall bieten sich einem verschiedenste Geräusche, Farben und Gerüche (vor allem nach indischen Gewürzen und Räucherstäbchen). Man muss sich einfach von der Atmosphäre und dem Flair des Viertels mitreißen lassen.








Im Gegensatz zu Chinatown gibt es in Little India weniger Straßenstände. Viele der Geschäfte sind in die Gebäude integriert.




Irgendwie muss man die Gebäude ja kühl(er) bekommen.

Gerüstbau singapurischer Art.


Nette "Sonderlackierung".

Der Lau Pa Sat (= Telok Ayer Market) liegt im Herzen des Financial districts und ist einer der berühmtesten food markets Singapurs. Von indonesisch über indisch und chinesisch etc. kann man dort allerlei Köstlichkeiten zu sich nehmen.

Der achteckige Komplex, der seinen Ursprung bereits im 19. Jahrhundert hat, besitzt eine charakteristische Dachkonstruktion aus Stahlträgern mit filigranen viktorianischen Ornamenten, die extra in Glasgow gefertigt und dann eingeschifft wurden.

Auch wenn die Speisen - bekanntermaßen - nachher nicht immer wie auf den Abbildungen aussehen, bieten die Bilder eine gute Orientierungshilfe für Unentschlossene.

Im Civic District findet man die anglikanische Saint Andrew's Cathedral, die im Baustil der Neugotik bzw. des Palladianismus errichtet wurde. Sie ist die größte christliche Kirche des Stadtstaates.




Moderne Technik hält Einzug in die Cathedral.

Wenn es in Singapur regnet, dann oftmals nicht in Form kleiner Schauer, sondern eher sinnflutartig.



After the storm...


Im Jahre 2015 feierte Singapur den 50. Jahrestag seiner Unabhängigkeit. Am 09.08.1965 löste sich die frühere britische Kolonie aus der Föderation Malaysia und wurde zum selbstständigen Staat. Seither hat sich viel verändert (wer sich nähers für diese Entwicklung interessiert: http://www.faz.net/aktuell/politik/ausl ... 35688.html).

Singapur ist nicht umsonst bekannt als grüne Stadt...

...wenngleich der Verkehr eben auch auf Großstadtniveau ist.


Das CapitaGreen ist ein 40-stöckiges Hochhaus, dessen Design eine Pflanze nachempfindet, die in den Himmel wächst. Ein großer Teil der Fassadenfläche ist durch die grüne Vegetation bedeckt.

Im Civic and Cultural District gibt es auch einige interessante Gebäude zu bestaunen. Der Old Supreme Court ist ein wichtiger, historischer Monumentalbau Singapurs. Seit einigen Jahren wird er als Räumlichkeit für die Nationalgallery Singapurs genutzt.



Die Central Fire Station (auch Hill Street Fire Station genannt) ist die älteste Feuerwache in Singapur, die immer noch in Gebrauch ist.



So, genug der Sehenswürdigkeiten etc. Kommen wir zum Spotten. Heute möchte ich eine Location zeigen, die am Changi Business Park liegt. Von dort aus kann man - lichttechnisch vor allem ab dem späten Nachmittag - Anflüge auf die 02L ablichten. Von der MRT-Station Expo ist noch ein Fußmarsch von mehr als 1 km nötig, um zum nördöstlichen Rand des Changi Business Parks zu gelangen. Toiletten oder Möglichkeiten, sich etwas zu essen oder zu trinken zu kaufen, gibt es dort allerdings nicht. Die Location ist relativ verlassen. Ab und an kommt ein Jogger vorbei, ansonsten ist (abgesehen von den Flugzeugen) dort nicht viel geboten. Ein Sitzplatz auf den dort verfügbaren Bänken ist einem also garantiert.


Die Sonne lies sich an diesem Nachmittag leider nur sehr selten blicken und versteckte sich hinter dicken Wolken...

Beginnen wir mit dem Platzhirsch am SIN-Airport, Singapore Airlines, die im Pax-Bereich 333, 359, 388, 772, 773 und die 77W einsetzen.
Zunächst mit zwei Beispielen für die 333.


Dann folgen die 772....



...dicht gefolgt von 3 Exemplaren der 77W. So wird der Größenunterschied - trotz unterschiedlichem Ausschnitt - zwischen den beiden Varianten sehr deutlich.



Fehlen noch der 359 sowie der 388, der gleich im Singapore's 50th Birthday c/s reinkam. Leider versperrten zu der Zeit, während der 359 rein kam, dunkle Wolken das Licht...




Air Asia gibt es in SIN in den unterschiedlichsten "Nationalitäten" zu sehen. Zunächst klassisch die Air Asia mit bzw. ohne Sharklets in unterschiedlichen Lackierungen.


Leider noch in den Standardfarben. Dieser 320 hat nämlich kürzlich eine Sonderlackierung erhalten: http://img.planespotters.net/photo/7040 ... 704318.jpg

Dann Thai Air Asia.

Indonesia AirAsia gibt es auch noch.

Die (auf den Marktanteil bezogen) größte indonesische Airline, Lion Air, setzt - was das narrow body Segment anbelangt, bisher ausschließlich auf die 737-Reihe, von denen sie über 100 Stück einsetzt. Künftig kommt aber auch Airbus zum Zug.

Die PK-LJO trägt einen Sticker: 60th 737-900ER.

Silk Air, Tochterunternehmen von Singapore Airlines, mit Sitz in SIN, im Boeing-Airbus-Vergleich.


Tigerair (ex Tiger Airways), eine weitere Airline mit Sitz in SIN, einmal mit und einmal ohne Sharkis.


Die recht junge Airline VietJetAir mit Sitz in Hanoi, wurde vor allem durch die "Bikini-Idee" (z. B. http://static.thanhnien.com.vn/uploaded ... mpling=444, https://www.youtube.com/watch?v=d1Ia1fLc8hw) weltbekannt. Die VN-A656 wirbt mit Stickern für eine bekannte vietnamesische Biersorte, das Saigon Beer.

Und noch ein Gast aus Vietnam: Vietnam Airlines.


Bis zu 11x daily (!) hat man die Möglichkeit von Jakarta aus mit Garuda Indonesia nach SIN zu gelangen.

Eine der größten Airlines der Welt, China Southern Airlines, ist natürlich auch in SIN vertreten.

So, genug mit den narrow bodies. Jetzt kommen wir zu den wide bodies.
Thai Airways nutzt auf ihren mehrfachen täglichen Flügen von Bankok aus ganz unterschiedliche Typen (330, 777, 747). Hier der erstgenannte.

Turkish Airlines hingegen setzt auf ihrem täglichen Flug nach SIN momentan ausschließlich den 333 ein.


British Airways bedient SIN momentan von LHR aus 2x daily (1x mit 388, 1x mit 777).


Japan Airlines hingegen nutzt die 777 sowie 767 insgesamt 3x daily von Tokio-Haneda aus.


Nach knapp 12,5 h Flug sind auch die Eidgenossen im Anflug. Ab September kommt auch die 77W nach SIN zum Einsatz.


Dieser "weiße Riese" gehört Finnair. Inzwischen ist er in Roswell abgestellt. Die 343 machen den 359, die zunehmend eingeflottet werden, Platz. SIN ist eines der letzten Ziele, die Finnair noch mit dem 343 ansteuert.

Wer mit Jet Airways momentan von Mumbai nach SIN gelangen will, hat die Wahl zwischen der 737 und dem 330.


Air India fliegt mit dem 788 von Mumbai, Delhi und Chennai nach SIN.


Last but not least: Qantas mit einem 333. Die größte australische Airline fliegt aus Melbourne, Brisbane, Sydney und Perth nach SIN.

Das war der 3. Teil des Tripreports. Der nächste Teil befasst sich mit dem Spotten an einer anderen Location, der Changi Coast Road (diesmal mit Sonne


