Weiter geht es mit dem 2. Teil des Tripreports nach Dubai & Singapur (1. Teil: http://www.strforum.de/viewtopic.php?f=29&t=12823). Heute möchte ich einen Hafen in Dubai Marina (ein Stadtteil Dubais), das Hotel Atlantis The Plam, die Dubai Mall, den Burj Khalifa, den Flug nach Singapur (SIN) und die ersten Bildern vom SIN-Airport zeigen. Wer sich für die Sehenswürdigkeiten Dubais nicht interessiert, kann einfach die ersten 2/3 des Berichts überspringen.
Dubai Marina liegt ca. 25 km südwestlich des Stadtzentrums, ist aber mittels der Dubai Metro ans Stadtzentrum angebunden. Der Name stammt von dem ca. 4 km langen, künstlich angelegten Kanal, an dem unter anderem ein Yachthafen sowie unzählige Cafés & Restaurants, Geschäfte und eine "kleinere" Mall liegen. Hier kann man sehr gut essen und danach einen ausgedehnten Spaziergang entlang der Promenade machen. Stadtbesichtigungen vom Wasser aus (Dhow Cruises) werden hier auch angeboten.


Hier sieht man alt...




...und neu.

In Dubai Marina wachsen seit dem Jahre 2003 ca. 200 Wolkenkratzer in die Höhe. Einen davon sehen wir hier links, den Cayan Tower. Er ist mit 306 m Höhe das höchste Gebäude der Welt, das eine 90-Grad-Drehung vollzieht. Der Cayan Tower wird als Wohngebäude genutzt.

Nun befinden wir uns auf den Palm Islands, künstlich angelegten Inselgruppen vor der Küste Dubais. Genauer auf der "The Palm, Jumeirah", die aus dem Palmenstamm („Trunk“), Palmenwedeln („Fronds“) und umgebenden Sichelmond („Crescent“) besteht (Bild von oben: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/c ... Resort.jpg).
Auf dem Außenring von "The Palm" befindet sich das Hotel Atlantis The Palm, das zu den prestigeträchtigsten Projekten Dubais in den 2000ern gehört. Als "Vorbild" für die Errichtung des Hotels diente das Atlantis Resort auf den Bahamas. Zum Hotelresort gehört unter anderem ein Delfinarium, ein Konferenzzentrum, eine Mall, ein eigener Wasserpark und mehr als ein Dutzend Restaurants & Bars. Auch die Architektur des Hotels ist durchaus sehenswert.




Mittels der Palm Jumeirah Monorail hat man auch Anschluss an das Festland. Diese unbemannte Bahn war übrigens die erste Einschienenbahn des Mittleren Ostens.


Der Burj Khalifa ist mit ca. 828 m das derzeit (mit Abstand) höchste Gebäude der Welt. Abgelöst wird er voraussichtlich in ein paar Jahren durch den Jeddah Tower (früher Kingdom Tower), der 1007 m hoch sein soll und am Roten Meer bei der Hafenstadt Dschidda als Tor zu Mekka entsteht.
Der Burj Khalifa liegt in Downtown Dubai in unmittelbarer Nähe zur Dubai Mall.
Wer, worauf wir verzichtet haben, die Aussichtsplattform besuchen möchte: Sie liegt auf 555 m Höhe; die Doppeldeckaufzüge, mit denen man nach oben befördert wird, gehören mit einer Geschwindigkeit von 10 m/s zu den schnellsten der Welt. Durchaus schlagkräftige Argumente.
Interessanter Fakt: Ein Teil des Stahls, der für den Bau des Burj Khalifa verwendet wurde, stammt aus der ehemaligen DDR, genauer vom Palast der Republik (u. a. Sitz der Volkskammer der DDR), der hier "recycelt" wurde.


Nachts funkelt der Burj Khalifa in den verschiedensten Farben und Formen.

Die Dubai Mall ist - wie bei den Superlativen in Dubai nicht anders zu erwarten - mit ca. 350.000 Quadratmetern eines der größten Einkaufszentren weltweit. Sie befindet sich neben dem Burj Khalifa in Downtown Dubai. Im ersten Jahr nach der Eröffnung (2008) zog es über 30 Millionen Menschen in die Mall, 2014 waren es bereits über 80 Millionen. Neben Geschäften, Restaurants und Bars gibt es - zur Abkühlung - auch eine Eislaufbahn.

Um sich in dem ganzen Gewusel beim Shopping nicht zu verirren, ist es gut zu wissen, dass die Mall in den einzelnen Etagen bzw. Flügeln in thematische Bereiche (z. B. Schuhe, Elektronik...) aufgeteilt ist.



Das nächste Bild zeigt den großen Bogengang der Mall.

Eine weitere Attraktion der Dubai Mall ist "The Waterfall". Das Wasser stürzt über die komplette Höhe der Mall nach unten über alle Etagen. Skulpturen aus Fiberglas in Form menschlicher Taucher verzieren den Wasserfall.


In der Dubai Mall befindet sich auch ein über drei Etagen erstreckendes Aquarium, das in ca. 10000 Kubikmeter Wasser über 33000 Tiere und Fische beinhaltet. Die 75 cm dicke Acrylglas-Scheibe des Aquariums ist Guinness Weltrekord-Halter und die größte ihrer Art. Man kann neben den Fischen und Haien auch Krokodile, Robben und Pinguine sehen. Einen Teil des Aquariums lässt sich auch, ohne Eintritt zu bezahlen, besichtigen. Wer ganz nah ran möchte, durch den Tunnel des Aquariums möchte oder sogar tauchen will, wird zur Kasse gebeten.


Einmal lächeln bitte...


Die - aus unserer Sicht - schönste Attraktion befindet sich nicht in, sondern außerhalb der Mall: The Dubai Fountain. Diese größten Wasserspiele der Welt finden ab 18 Uhr jede halbe Stunde statt und dauern ca. 4 Minuten.
Zunächst ein Bild des Burj Khalifa Lake.

Bereits kurz vor Beginn der Wasserspiele sammeln sich die Menschenmassen entlang des Lakes.

Und dann ging es los. Das Wasser bewegt sich passend im Rhythmus zu den oft orientalischen Musiktiteln (ein Beispiel: http://www.youtube.com/watch?v=JK518XkxgDI). Aber auch classical und world music ist im Repertoire.



Die max. 83000 Liter Wasser werden bis zu 140 m - 45 Stockwerken entsprechend - in die Höhe katapultiert und lassen sowohl die "kleineren" Wolkenkratzer hinter sich verschwinden, als auch die Fountains of Bellagio in Las Vegas blass aussehen.




Es gibt über 1000 individuelle Choreographieelemente, welche die einzelnen Songs begleiten.


Auch den ein oder anderen Regenbogen konnte man beobachten.


Wer den Nervenkitzel liebt, kann mit bis zu 80 km/h auf einer Strecke von 558 m über den Burj Khalifa Lake schweben (ein Beispielvideo: http://www.youtube.com/watch?v=ce8MafPBxxk). Die Zipline startet in 90 Metern Höhe und endet auf dem Dach der Dubai Mall.


Das Unternehmen, das auf dem Wolkenkratzer im Hintergrund wirbt, Emaar Properties, zählt zu den weltweit bekanntesten Projektträgern für Megaprojekte wie die Dubai Mall oder den Burj Khalifa.

Dann wurde es so langsam dunkel im Schatten des Burj Khalifa.




Begleitet von über 6600 Lichtquellen und 50 Farbprojektoren wirkt das Wasserspiel nachts nochmals beeindruckender.










Auch vor der Dubai Mall gibt es natürlich Lichter, Glamour und Wasser.


Nun kommen wir zum Abschluss des Dubai-Parts mit einigen Bildern vom Abflugabend in Richtung Singapur. Wir flogen mit einer Emirates 77W (A6-ENG). EK bedient SIN direkt von DXB momentan sowohl mit der 77W (1x daily), als auch mit dem 388 (2x daily). Da wir uns für den Nachtflug entschieden hatten, nahmen wir in der 77W Platz.

Bald nicht mehr in Deutschland zu sehen...


Abschied von Dubai aus der Luft...



Von DXB nach SIN gab es neben einer Hauptmahlzeit (in unserem Falle Dinner) auch noch ein Continental breakfast. Hier beispielhaft eine Menükarte.

Zum Dinner hatte man die Wahl zwischen Cod yakisoba (Fisch) oder Chicken.


Der Sternenhimmel und die Lichtfarben sorgten mit für einen entspannten Flug. Zusätzlich trug die geringe Auslastung des Fluges dazu bei.

Nach einer kurzen Nacht befinden wir uns bei Sonnenaufgang bereits im Anflug auf SIN.


Der Anflug auf SIN mit den vielen (kleinen) Inseln und Schiffen ist einfach traumhaft. Unser Anflug an diesem Morgen war relativ süd-westlich, so dass wir einen schönen Blick z. B. auf Great Karimun werfen konnten. Ein Exportgut, für das die Insel bekannt ist, ist ihr qualitativ hochwertiger Granit. Auf der rechten unteren Seite der Insel kann man den runway (900 m Länge) des Sei Bati Airports erkennen.

Die vielen kleinen Inselgruppen südwestlich von Singapur gehören meist zu Indonesien und umfassen z. T. eine reichhaltige Tier- und Pflanzenwelt mit Korallenriffen, Mangrovenwälder und tropischem Regenwald. Zu einem nicht unerheblichen Teil lebt die Bevölkerung der kleineren Inseln vom Fischfang.


Dann ging es, vorbei an den zahlreichen vor Anker liegenden Schiffen, zum Endanflug. Auch wenn die Schiffe schön anzusehen sind, ist die Geschichte einiger, warum sie hier vor Singapur liegen, eine eher traurige. Die Schifffahrt befindet sich bereits seit ca. 8 Jahren in der Krise. Daher haben manche dieser Schiffe weder Fracht noch Hoffnung auf neue Aufträge. Während früher über Monate oder gar Jahre - teilweise mit einer Sicherheitsbesatzung - die komplette Stilllegung und Räumung hinausgezögert wurde, greifen die Reedereien heute auch schneller auf die Vermarktung der Schiffe an Schrotthändler zurück. Ein weiteres "Problem" ist, dass Containerschiffe immer größer werden und dadurch kleinere Frachter unwirtschaftlich machen. Allerdings: Das angesprochene gilt natürlich nicht für alle Schiffe, die hier vor Anker liegen. Viele laufen auch anschließend in den Hafen von Singapur ein, der als einer der wichtigsten Umschlagsplätze zwischen Südostasien und Europa gilt.


Vorbei am National Service Resort & Country Club...

...folgte eine Landung auf runway 02L des SIN-Airport. Ein paar Worte zum Airport selbst. Der Airport wurde 1981 eröffnet und zählt inzwischen mit 55 Mio. Passagieren jährlich (ca. 346.000 Flugbewegungen) zu den TOP 20 weltweit. Auch bei der Fracht spielt der Airport ganz vorne mit. Mehrfach wurde er, nicht nur im Skytrax-Ranking, zum besten Flughafen der Welt gewählt.
Es gibt zur Zeit 3 Terminals, das 4. Terminal soll 2017 eröffnet werden. Mit dem weiteren Terminal und drei parallelen Pisten, wovon sich eine noch im Bau befindet, hat der Airport künftig Kapazität für zusätzliche 10 Mio. Passagiere jährlich.
Der Airport bietet seinen Gästen unter anderem einen Swimmingpool, ein Fish Spa, Kinos, kostenfreies WLAN (günstig um FR24 zu checken, da es auch teilweise sogar außerhalb des Airports funktioniert), viele tropische Pflanzen und einen Flughafen-Schmetterlingsgarten.
SIN ist, egal ob mit dem Auto, der MRT (Bahn) oder mit dem Shuttle-Bus gut aus dem Stadtzentrum zu erreichen. Auch das Spotten am SIN ist - ganz anders als in Dubai - möglich. Was nicht gestattet ist, ist das Fotografieren an den Zäunen des Airports.

Unser Flugzeug auf dem Weg von DXB nach SIN.


Der Airport bietet eine Viewing Mall, die sich in Terminal 1 befindet und über einen Aufzug zu erreichen ist. Von dieser Viewing Mall kann man zwar klimatisiert - aber dementsprechend leider durch eine Glasscheibe - einen Teil des Geschehens auf dem Vorfeld beobachten. Lichttechnisch eignet sich die Position vor allem ab dem späten Vormittag bzw. frühen Nachmittag (zu der Zeit, während wir dort waren, eher grenzwertig; diente auch eher der Erkundung). Auch Hitzeflimmern ist an dieser Position bei den hohen Temperaturen Singapurs natürlich ein Problem. Vor allem AirAsia and Jetstar nutzen die Gates direkt neben der Viewing Mall. Bezüglich des Objektives kann man hier mit eher kleinen Brennweiten bis 135 mm arbeiten. Die Flugzeuge, die noch weiter weg sind und vorbeirollen, kann man sowieso meist vergessen (1. Lichtmasten etc. im Weg, 2. Hitzeflimmern).


Eines der wenigen Flugzeuge (9) von Fiji Airways (ex Air Pacific). Neben Singapore Airlines haben auch deren Töchter Tiger Airways, Silk Air und Scoot (mit ihrer reinen Dreamliner-Flotte; hier links im Hintergrund zu sehen) in SIN ihren Hauptsitz.

Jetstar Asia (Tochter der australischen Jetstar, die wiederum Tochterunternehmen von Quantas ist) hat ebenfalls am SIN ihren Sitz.

Im Hintergrund ist im Frachtbereich ein 74F von Air Hongkong zu sehen, der - unverkennbar - Fracht von bzw. für DHL transportiert.

Und die erste, relativ neue Sonderlackierung, BIG Duty Free, auf diesem 320 von AirAsia. Die malaysische "Billigairline" geizt ja bekanntermaßen nicht mit Sonderbemalungen ihrer Flotte, die ausschließlich aus A320 besteht.

Die - wie ich finde - wunderschöne neue Etihad-Lackierung auf deren Dreamliner. Dieser 789 war übrigens der erste in der Flotte von Etihad und somit auch der erste in der neuen Lackierung.

Mit zwei Bildern, einerseits eines 388 von Singapore Airlines, der überraschend auf der 02L rausging, und andererseits mit einem ersten Blick auf den Singapore Flyer und das Marina Bay Sands (von dem noch Eindrücke & Bilder folgen werden), möchte ich den 2. Teil meines Tripreports abschließen.


Im nächsten Teil geht es weiter mit Chinatown, Lau Pa Sat (ein food centre), Indian village, der Cathedral of St. Andrew und vom Spotten aus dem Changi Business Park.
Ich hoffe, ihr hattet Spaß beim Lesen des 2. Teils und/oder beim Anschauen der Bilder. Meldet euch bei Fragen gerne. Schon einmal vorab wünsche ich ein schönes Wochenende.


